Hummer (Homarus vulgaris, Lobster, Homard)

 

Aussehen: Der Hummer ist eines unserer größten Krustentiere. Er ähnelt in seiner äußeren Form den Edelkrebsen. Die rechte Schere ist meist dicker und stärker entwickelt. Die Färbung der Tiere ist regional abweichend. Die Rückenfarbe reicht von kräftiger Blaumarmorierung über Grünblau bis Schwarzviolett. Seiten und Unterteile sind gelblich mit rötlichen Einsprenkelungen.

Länge: bis zu 50 cm

Gewicht: 4 kg

Saison: Oktober bis Dezember

Vorkommen: Der Hummer ist ein vorsichtiges Tier, das sich tagsüber in Höhlen und unter Steinen versteckt und nur nachts auf Beutezüge geht. Er kann nur in flachen Gewässern bis zur Tiefe von 40 m auf steinigem Boden leben. Im Sommer hält er sich in Küstennähe auf, im Winter sogar in Tiefen bis über 50 m.

Nahrung: Hummer fressen Muscheln, Krabben, Fische, beinahe alles, auch Aas.

Fortpflanzung: Die Weibchen werden erst bei einer Länge von 22 - 23 cm laichreif. Nach dem Laichen trägt das Weibchen die Eier den Winter über, bis sie im Juni-Juli im folgenden Jahr schlüpfen. Die Larven schwimmen etwa 14 Tage frei im Wasser, ehe sie bei 18 mm Länge die Gestalt eines ausgewachsenen Hummers annehmen und zum Leben am Boden übergehen.

Besonderheiten: Der Hummer wächst allerdings langsam, nur 2 - 3 cm pro Jahr. Der Fang von Hummer erfolgt überlicherweise in Hummerkörben.

Schonmaßnahmen: In den letzten Jahrzehnten wurde die Zahl der Hummer in unseren Gewässern stark dezimiert, so das Schonvorschriften und neue Mindestmaße eingeführt wurden: seit 1992 auf 24 statt 22 cm. Versuche zur Hummeraufzucht sind in Gang. Durch Aussetzen von Besatzhummer soll der örtliche Bestand gestützt werden.

Zubereitungsmethoden: Hummer werden lebend oder gekocht angeboten. Ein Hummer mittlerer Größe, 400 - 800 g, gilt als der beste.

amerikanischer Hummer

europäischer Hummer