Aal(Anguilla anguilla L.),
auch Glasaal (Jugendform), Gelbaal, Flußaal, Treibaal und Blankaal

 

Aussehen: Schlangenförmiger Körper, Rücken und Seiten dunkel, Bauch weiß oder gelblich, undifferenzierter Flossenraum, von dem nur Brustflossen abgesetzt sind.
Es gibt zwei "Freßformen": a) Spitzkopf (Kleintierfresser)
und b) Breitkopf (Großtierfresser)

Länge: 0,4 - 1 m

Gewicht: 0,3 bis über 3 kg

Vorkommen: Über ganz Europa - mit Ausnahme der Schwarzmeerflüsse verbreitet. In Gewässern, die keine Zu- und Abflüsse haben, ist er, wenn vorhanden, künstlich eingesetzt.

Nahrung: Larve frißt Plankton, Steigaal (in die Flüsse wandern) Kleintiere. Abwandernde Aale fressen zum Laichen nicht, Darm bildet sich zurück.

Fortpflanzung: Nur im Meer, Atlantik südöstlich der Bermudas. Frühling und Sommer. Elterntiere sterben höchstwahrscheinlich nach dem Laichen ab. Jungaale, die zuerst etwa Weidenblattform haben (Leptocephalus), wandern im Lauf von drei Jahren zu den europäischen Küsten, wandeln sich dabei in den drehrunden, durchsichtigen Glasaal, steigen zwischen April und August in die Flüsse auf. Im Süßwasser erfolgt Dunkelfärbung. Männchen (bis 50 cm lang) bleiben fast ausschließlich in den Küstengewässern. Nach 5 - 7 Jahren (Männchen) oder 9 - 10 Jahren (Weibchen) wieder Laichwanderung ins Meer.

Besonderheiten: sehr hochgeschätzter und teuerer Speisefisch, darum künstlicher Besatz (40 - 60 Stück je ha) in vielen Gewässern. Fang mit Aalkörben und in besonderen Aalfängen (an Seeabflüssen, an Wehren usw.)

Zubereitungsmethoden: - Dünsten - Braten - Räuchern