Flußkrebs (Astacus astacus)

 

Aussehen: Panzer des Vorderkörpers (Carapax) spitz auslaufend (Rostrum), in der Mitte mit Längsleiste; erste Antenne kurz gegabelt, 2. Antenne lang, gestielt, Komplexaugen, Männchen 4. Segment mit großer Schere, bei Weibchen kleiner; 5./6. Segment mit kleineren Scheren, 7./8. Segment Laufbeine, 4 Paar Schwanzfüsse, Schwanzfächer ohne Dornen. Süßwasserkrebse haben im Gegensatz zu den Krabben abgeplattete Endgliedmaßen, die einen Schwanzfächer bilden. Die beiden einheimischen Arten Fluß- oder Edelkrebs und Steinkrebs sind nicht leicht unterscheidbar. Astacus hat zwei hintereinanderliegende Leisten hinter dem Auge, Austropotamobius torrentium nur eine. Hinzu kommt die ebenfalls schwer zu unterscheidende, eingeführte Art, der Amerikanische Flußkrebs (Cambarus affinis). Die Grundfärbung ist grünlich mit roten Flecken an den Schwanzseiten.

Länge: Der amerikanische Flußkrebs kann bis zu 12 cm groß werden.

Vorkommen: Kaltwasser, Süßwasser, Fischteiche, Flüße Der Flußkrebs bewohnt meist klare Fließgewässer im Flachland, der Steinkrebs Gebirgsbäche mit kiesigen Grund.

Nahrung: Beide ergreifen kleines Wassergetier und gehen auch gern an Aas. Fische, Kleintiere.

Fortpflanzung: Zoea-Larve Die Weibchen tragen ihre Eier bis zur Entwicklung schwimmender Larven an den hinteren Gliedmaßen mit sich herum. Krebse verbergen sich tagsüber in Uferhöhlungen und kriechen zur Dämmerung hervor.

Besonderheiten: Die Flußkrebse sind Indikatoren für Gewässergüte und deshalb bei uns längst schon kein alltäglicher Anblick mehr.

Zubereitungsmethoden: Flußkrebse werden lebend, gefroren oder vorgekocht auch in Dosen angeboten. Dosenware ist nicht empfehlenswert, da sich aus den Krebsschalen vorzügliche Saucen oder Krebsbutter herstellen lassen. Lebende Flußkrebse werden wie Hummer in kochendem Wasser getötet. Flußkrebse werden gekocht und in Ragouts, Salaten oder nur mit einer pikanten Sauce gereicht.