Karpfen (Cyprinus carpio)

 

Aussehen: Sehr unterschiedlich, da diejenige Fischart, die am meisten durch menschliche Eingriffe (Zucht) beeinflußt. Es gibt vier Beschuppungsformen:
1. Schuppenkarpfen:
normal beschuppt, Stammform
2. Zeilkarpfen:
Besitzt eine oder mehrere Reihen großer Spiegelschuppen. Nicht reinerbig zu züchten.
3. Nacktkarpfen:
Ist fast oder gänzlich schuppenlos, ebenfalls nicht rein zu züchten.
4. Spiegelkarpfen:
unregelmäßige Spiegelschuppen, daneben kurze Schuppenreihen am Rücken (Kopf und Schwanz), außerdem unregelmäßige Schuppen am Schwanzstiel.
In Teichen und Seen meist hochrückig, in Fließgewässern oft mehr spindelförmig, sich der Wildform annähernd. Maul endständig mit vier Barteln, rüsselförmig vorstülpbar. Der Rücken ist meist dunkel, bläulich. Die Seitenpartien sind gelblich gefärbt, der Bauch ist hell bis weiß gefärbt. Schwanz- und Rückenflosse dunkel, die paarigen Flossen sind gelblich-rötlich gefärbt.

Länge: Karpfen können 30 bis 80 cm groß werden.

Gewicht: Das Durchschnittsgewicht kann etwa bei 1 kg bis zu über 30 kg liegen.

Vorkommen: Kommt als Wildart in Mitteleuropäischen Gewässern nicht vor. Heimat ist gemäßigte Zone Mittelasiens und Schwarzmeerzuflüsse. Der Karpfen ist fast überall eingeführt und verbreitet. Er bevorzugt warme stehende oder langsam fließende Gewässer, pflanzenreich und flach. Er überwintert in Schwärmen und stellt die Nahrungsaufnahme bei Wassertemperaturen unter 3C ein.

Nahrung: Der Karpfen ernährt sich vorwiegend von Kleintieren, Plankton und Pflanzen. In Teichwirtschaften wird künstlich zugefüttert.

Fortpflanzung: Die natürliche Vermehrung findet in Deutschland nur in Ausnahmefällen statt, meist nur in speziellen Laichteichen. Laicht von Mai bis Juli, an seichten Stellen und bei warmem Wasser. Geschlechtsreife: Die Männchen erreichen die Geschlechtsreife mit 3 Jahren und die Weibchen mit 4 Jahren. Die Weibchen laichen 200.000 bis 700.000 Eier von 1,5 mm Durchschnitt. Die Brut schlüpft nach ca. 3 bis 8 Tagen. Sehr raschwüchsig, in Zuchtteichen ist er schon am Ende des 3. Sommers ein Speisefisch und in den Tropen noch schneller.

Besonderheiten: Er ist der wichtigste Fisch der Teichwirtschaften, auch Seenwirtschaft (Intensivgewässer) und ein hervorragender Sportfisch.

Zubereitungsmethoden: - Dünsten (blau) - Braten - Backen

Nacktkarpfen

Schuppenkarpfen

Spiegelkarpfen