Zander (Stizostedion lucioperca)

 

Aussehen: Der spitze langschnauzige Kopf ist leicht depreß und hat dem Fisch die Artbezeichnung Hechtbarsch eingebracht. Die Mundspalte reicht bis unter die Augen. Die Dorsalis wirkt durch sehr viele dunkle Punkte längsgestreift. Während die 8 bis 10 Querstreifen auf dem Körper bei Jungfischen deutlich hervortreten, wirken sie bei Erwachsenen sehr verwaschen.

Länge: 40 bis 50 cm (max. 1,3 m)

Gewicht: bis 18 kg schwer

Vorkommen: Der Zander ist nicht so allgemein verbreitet wie der Barsch. Er bevorzugt trübe, flache Seen und Fließgewässer der Ebene und geht auch ins Brackwasser der Haffe und Bodden der Ostsee.

Nahrung: Einzeln oder in kleinen Trupps jagt er im Freiwasser die dort lebenden Kleinfische wie Stint, Plötze, Barsch und Ukelei.

Fortpflanzung: Im Uferbereich halten sich große Zander nur zur Laichzeit von April bis Mai auf, um dort auf harten Gründen mit Wurzeln in flachen Laichgruben die 1,5 mm dicken klebrigen Eier abzulegen. Aus dem vom Männchen bewachten Gelege schlüpfen nach 1 Woche (110 Tagesgrade) die 5 bis 6 mm langen Larven. Diese ernähren sich nach Aufzehren des Dottersacks von tierischem Plankton und anderer Fischbrut, so dass sie am Ende des 1. Sommers 6 bis 12 cm lang ist. Solche Satzzander werden auch in manchen Teichwirtschaften herangezogen, um geeignete Seen neu zu besetzen oder die manchmal nur schwachen Jungfischjahrgänge zu verstärken. Nach 2 bis 5 Jahren werden Zander bei Längen von 30 bis 45 cm geschlechtsreif.

Besonderheiten: Sie sind begehrte und wertvolle Wirtschaftsfische der Binnenfischerei. Infolge der in vielen Gebieten fortschreitenden Eutrophierung der Gewässer, die fast immer mit zunehmender sommerlicher Trübung des Wassers einhergeht, sind die für Zanderwirtschaft geeigneten Wasserflächen in den vergangenen Jahrzehnten immer größer geworden, während sie z.B. für die Ansprüche der Maränen oder Hechte nicht mehr genügen. Darüber hinaus wurde der ursprünglich nur östlich der Elbe heimische Fisch in Mittel- und Westeuropa durch Besatzmaßnahmen weiter verbreitet.

Zubereitungsmethoden: gebraten als Filet, Dünsten